Ästhetik

Fadenlifting in Graz: resorbierbare Fäden erklärt

Fachlich erstellt von Dr. Karin Braun de Praun · zuletzt aktualisiert: 08.07.2026

Das Wichtigste in Kürze

  • Beim Fadenlifting werden resorbierbare Fäden ins Gewebe eingebracht, um eine sanfte Straffung zu unterstützen.
  • Die Fäden werden vom Körper mit der Zeit abgebaut – der Effekt ist zeitlich begrenzt.
  • Es ist ein ärztlicher Eingriff mit sorgfältiger Abklärung und Aufklärung über mögliche Risiken.
  • Ergebnisse sind individuell verschieden; wir klären die Eignung vorab im Gespräch.

Was Fadenlifting ist

Fadenlifting ist ein Verfahren der ästhetischen Medizin, bei dem feine, resorbierbare Fäden in tiefere Schichten des Gewebes eingebracht werden. Ziel ist es, erschlaffte Konturen sanft anzuheben und zu stützen, ohne dass ein größerer chirurgischer Eingriff nötig ist. Die verwendeten Fäden bestehen aus Materialien, die der Körper mit der Zeit abbaut; sie verbleiben also nicht dauerhaft im Gewebe. Wir beschreiben das bewusst nüchtern: Fadenlifting ist kein Ersatz für eine Straffungsoperation und erzielt einen anderen, in der Regel dezenteren Effekt. Wie stark sich eine Straffung zeigt und wie lange sie anhält, hängt von der Ausgangslage, dem Gewebe und weiteren Faktoren ab und lässt sich nicht pauschal vorhersagen. In unserer Ordination in Graz ordnen wir die Methode dort ein, wo sie sinnvoll erscheint, und sagen offen, wenn ein anderer Weg besser zu Ihrer Situation passt. Diese ehrliche Einordnung gehört für uns zu jeder Beratung dazu, bevor über einen Eingriff gesprochen wird.

Wie resorbierbare Fäden wirken sollen

Der Ansatz beruht auf zwei Ideen. Zum einen heben die eingebrachten Fäden das Gewebe mechanisch leicht an und stützen es. Zum anderen kann das Einbringen der Fäden einen Reiz im Bindegewebe setzen, der körpereigene Umbauprozesse anstößt, an denen unter anderem Kollagen beteiligt ist. Da die Fäden resorbierbar sind, baut der Körper sie im Verlauf von Monaten ab; der Effekt ist damit zeitlich begrenzt. Wichtig ist uns eine ehrliche Einordnung der Studienlage: Eine systematische Übersichtsarbeit von Gülbitti und Kollegen in Plastic and Reconstructive Surgery (2018) kam zu dem Schluss, dass die Wirkung solcher Fäden häufig begrenzt und eher kurzlebig ist und die Datenlage insgesamt zurückhaltend zu bewerten ist. Wir stellen die Methode deshalb nicht als bleibende Lösung dar. Was in der Werbung vielversprechend klingt, deckt sich nicht immer mit dem, was unabhängige Untersuchungen zeigen. Genau diese Offenheit gehört für uns zum Gespräch dazu.

Wie der Eingriff abläuft

Am Anfang steht ein ausführliches ärztliches Gespräch, in dem wir Eignung, Ziele und Vorgeschichte klären, mögliche Risiken erläutern und prüfen, ob etwas dagegenspricht. Vor dem Eingriff wird der Behandlungsbereich gereinigt und örtlich betäubt. Anschließend werden die Fäden mit feinen Instrumenten in das Gewebe eingebracht und die Konturen vorsichtig ausgerichtet. Es handelt sich um einen ärztlichen Eingriff und um eine wahlärztliche Privatleistung, die wir sorgfältig dokumentieren. Nach der Behandlung können vorübergehend Schwellungen, eine Empfindlichkeit oder kleine Blutergüsse auftreten; darüber klären wir vorab auf. Wir besprechen mit Ihnen, worauf Sie in den Tagen danach achten sollten, und stehen für Rückfragen zur Verfügung. Sollten Beschwerden auftreten, reagieren wir umgehend. Diesen begleiteten und sorgfältig aufgeklärten Rahmen halten wir für wichtiger als ein möglichst schnelles Vorgehen, weil eine gute Aufklärung die Grundlage jeder Entscheidung bildet.

Für wen es infrage kommt – und für wen nicht

Ob ein Fadenlifting im Einzelfall sinnvoll ist, ist eine ärztliche Entscheidung und lässt sich nicht pauschal beantworten. Die Methode richtet sich an Menschen, die eine dezente Straffung ohne größeren Eingriff in Betracht ziehen und realistische Erwartungen mitbringen. Sie ersetzt weder die Behandlung einer Erkrankung noch eine Straffungsoperation, wenn diese der passendere Weg wäre. Bestimmte Vorerkrankungen, Gerinnungsstörungen, akute Entzündungen im Behandlungsbereich, eine Schwangerschaft oder einzelne Situationen können dagegensprechen; auch bestehende Medikamente beziehen wir in die Abwägung ein. Deshalb steht am Anfang die sorgfältige Abklärung und nicht der Wunsch nach einer raschen Lösung. Wir sehen es als unsere Aufgabe, auch abzuraten, wenn die Methode im Einzelfall nicht passt. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Fadenlifting zu Ihrer Situation passt, ist das Erstgespräch der richtige Ort, um das in Ruhe und ergebnisoffen zu klären.

Mögliche Nebenwirkungen und realistische Erwartung

Wie bei jedem Eingriff sind auch beim Fadenlifting Nebenwirkungen möglich, und darüber klären wir offen auf. Dazu zählen etwa vorübergehende Schwellungen, Blutergüsse, eine Empfindlichkeit oder ein Spannungsgefühl; seltener können Unregelmäßigkeiten der Kontur oder Reaktionen an den Eintrittsstellen auftreten. Über solche Möglichkeiten sprechen wir vor jeder Entscheidung ausführlich. Zur Erwartung sind wir bewusst zurückhaltend: Ein Effekt, sofern er eintritt, fällt individuell unterschiedlich aus und ist zeitlich begrenzt, weil der Körper die Fäden mit der Zeit abbaut. Fadenlifting ist kein Ersatz für die Grundlagen, die für die Haut zählen, und keine bleibende Lösung. Wer eine einzelne Behandlung als Abkürzung sucht, wird von uns eher gebremst als bestärkt. Diese Offenheit entspricht dem, was das ärztliche Berufsrecht in Österreich verlangt. Wer Ihnen ein bestimmtes oder bleibendes Ergebnis fest zusichert, verspricht in der Regel mehr, als sich seriös sagen lässt.

Fadenlifting in unserer Ordination in Graz

In unserer Ordination betrachten wir einen Eingriff nie isoliert, sondern im Zusammenhang mit Ihren Zielen, Ihrer Haut und Ihrer Vorgeschichte. So wird aus einer einzelnen Behandlung ein begleiteter Schritt statt einer Einzelaktion ohne Kontext. Für uns als Wahlärztin bedeutet ästhetische Medizin, den Menschen ernst zu nehmen – mit einer ehrlichen Einordnung dort, wo die Methode Grenzen hat, mit sorgfältiger Aufklärung über mögliche Risiken und mit Sorgfalt bei der Durchführung. Ein Fadenlifting kann in diesem Rahmen ein sinnvoller Baustein sein, wenn Eignung und Ziel zusammenpassen. Wenn nicht, sagen wir das offen. Am Beginn steht immer ein Gespräch, in dem wir gemeinsam klären, ob und wie die Behandlung zu Ihrer Situation passt. Wer sich vorab über die konkrete Leistung informieren möchte, findet die Details auf der zugehörigen Behandlungsseite. In Graz verbinden wir einen modernen Ansatz mit der Sorgfalt, die eine ärztliche Behandlung verdient.

In der Ordination Graz

Diese Leistung bieten wir in unserer Ordination in Graz an: Fadenlifting in Graz.

Quellen

  • Gülbitti HA, Colebunders B, Pittens D, et al. Thread-Lift Sutures: Still in the Lift? A Systematic Review. Plastic and Reconstructive Surgery, 2018.
  • Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), oegdv.at
  • Österreichische Ärztekammer, aerztekammer.at

Häufige Fragen

Was ist ein Fadenlifting?

Ein ärztliches Verfahren, bei dem resorbierbare Fäden ins Gewebe eingebracht werden, um eine sanfte Straffung zu unterstützen. Die Fäden werden vom Körper mit der Zeit abgebaut.

Wie lange hält der Effekt?

Das ist individuell verschieden und zeitlich begrenzt, weil die Fäden resorbiert werden. Unabhängige Untersuchungen bewerten die Haltbarkeit eher zurückhaltend.

Ist der Eingriff schmerzhaft?

Der Bereich wird örtlich betäubt. Nach der Behandlung können vorübergehend Schwellungen oder eine Empfindlichkeit auftreten, über die wir vorab aufklären.

Welche Nebenwirkungen sind möglich?

Möglich sind etwa Schwellungen, Blutergüsse oder ein Spannungsgefühl, seltener Unregelmäßigkeiten der Kontur. Wir besprechen mögliche Risiken vor jeder Entscheidung ausführlich.

Ist Fadenlifting für jeden geeignet?

Nein. Es ist eine individuelle ärztliche Entscheidung; bestimmte Situationen sprechen dagegen. Das klären wir vorher sorgfältig ab.

Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?

Als wahlärztliche Leistung rechnen wir privat ab. Eine mögliche Rückerstattung hängt von Ihrer Versicherung ab und ist individuell zu prüfen.

Wie beginne ich?

Mit einem kostenlosen, unverbindlichen Rückruf und einem ärztlichen Erstgespräch zur Eignung.

Fragen zu Ihrem Weg? Lernen wir uns kennen.