Ästhetik
Faltenbehandlung in Graz: Methoden im Überblick
Fachlich erstellt von Dr. Karin Braun de Praun · zuletzt aktualisiert: 08.07.2026
Das Wichtigste in Kürze
- Falten entstehen durch Muskelbewegung, Volumenverlust und nachlassende Hautspannung – die Ursache bestimmt die Methode.
- Zur Auswahl stehen unter anderem Unterspritzung, Entspannung der mimischen Muskulatur und apparative Verfahren.
- Nicht-operative Methoden wirken meist zeitlich begrenzt und lassen sich nicht mit Sicherheit vorhersagen.
- In unserer Grazer Ordination ordnen wir ärztlich ein, welcher Weg im Einzelfall sinnvoll ist – oder ob keiner.
Warum Falten entstehen
Falten sind ein natürlicher Teil des Älterwerdens und entstehen aus einem Zusammenspiel mehrerer Vorgänge. Mit den Jahren nimmt die Spannkraft der Haut ab, weil der Körper weniger stützende Fasern wie Kollagen und Elastin bildet und der Gehalt an feuchtigkeitsbindender Hyaluronsäure zurückgeht. Hinzu kommen äußere Einflüsse wie Sonnenlicht, Rauchen und Lebensstil, die diesen Prozess beschleunigen können. Auch die immer wiederkehrende Bewegung der mimischen Muskulatur trägt zur Bildung bestimmter Linien bei, etwa im Bereich der Stirn oder um die Augen. Fachleute unterscheiden deshalb grob zwischen Falten, die durch Bewegung entstehen, und solchen, die durch Volumen- und Elastizitätsverlust bedingt sind. Diese Unterscheidung ist mehr als eine akademische Feinheit, denn sie beeinflusst, welche Methode im Einzelfall überhaupt sinnvoll erscheint. Für uns als Wahlärztin-Ordination in Graz beginnt jede Überlegung deshalb mit der Frage, welche Ursache im konkreten Fall überwiegt – erst daraus ergibt sich, worüber sich überhaupt zu sprechen lohnt.
Unterspritzung mit Hyaluronsäure
Ein häufig gewählter Ansatz ist die Unterspritzung mit Hyaluronsäure. Dabei wird ein gelartiges, dem körpereigenen Stoff nachempfundenes Präparat gezielt eingebracht, um Volumen zu ergänzen oder Konturen zu stützen. Diese Methode eignet sich vor allem dort, wo Fülle verloren gegangen ist, weniger bei Linien, die rein durch Muskelbewegung entstehen. Das Ergebnis ist meist unmittelbar sichtbar, aber nicht bleibend, weil der Körper die Substanz über Monate wieder abbaut. Genau diese zeitliche Begrenzung sehen manche als Vorteil, weil sich nichts Endgültiges festlegt. Wie ausgeprägt ein Effekt ausfällt und wie lange er anhält, ist individuell verschieden und lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen. Wir besprechen vorab in Ruhe, welche Regionen sich eignen und welche Erwartungen realistisch erscheinen. Auch mögliche Nebenwirkungen wie vorübergehende Schwellungen oder Blutergüsse gehören zu diesem Gespräch. Uns ist wichtig, dass eine Unterspritzung nicht als Wundermittel verstanden wird, sondern als eine von mehreren Möglichkeiten mit klaren Grenzen.
Entspannung der mimischen Muskulatur
Für Linien, die durch die wiederkehrende Bewegung bestimmter Gesichtsmuskeln entstehen, kommt ein anderer Ansatz infrage: die vorübergehende Entspannung dieser Muskulatur. Dabei wird ein Wirkstoff aus der Gruppe der Botulinumtoxine in sehr geringer Menge gezielt eingesetzt, um die Aktivität einzelner Muskeln für eine begrenzte Zeit zu dämpfen. Die Wirkung setzt nicht sofort ein, sondern nach einigen Tagen, und sie ist zeitlich begrenzt, sodass der Effekt nach Monaten nachlässt. Diese Methode zielt nicht auf Volumen, sondern auf die Bewegung, die zu bestimmten Falten beiträgt. Ob sie im Einzelfall sinnvoll ist, hängt von der Art der Linien und den persönlichen Vorstellungen ab. Wie bei jeder medizinischen Maßnahme sind Nebenwirkungen möglich, die wir im Aufklärungsgespräch offen benennen. Wir legen Wert auf ein zurückhaltendes, natürliches Ergebnis und raten ab, wenn wir eine Behandlung im konkreten Fall nicht für sinnvoll halten. Diese Ehrlichkeit gehört für uns zur ärztlichen Verantwortung.
Apparative Verfahren im Überblick
Neben der Unterspritzung und der Muskelentspannung gibt es apparative Verfahren, die auf die Beschaffenheit der Haut zielen. Dazu zählen je nach Gerät etwa Methoden, die mit Wärme, Licht oder Energie arbeiten, um das Gewebe zu stimulieren. Solche Verfahren richten sich weniger an einzelne Falten als an die allgemeine Hautstruktur und werden häufig über mehrere Sitzungen angewendet. Die Datenlage ist je nach Methode unterschiedlich, und Ergebnisse fallen individuell verschieden aus, weshalb wir zurückhaltend mit pauschalen Aussagen sind. Nicht jedes Gerät passt zu jedem Hauttyp oder jedem Anliegen, und manche Verfahren erfordern eine gewisse Erholungszeit. Wir ordnen im Gespräch ein, welche Ansätze im Einzelfall überhaupt in Betracht kommen und welche eher nicht. Uns ist wichtig, zwischen belegtem Nutzen und werblichen Versprechen zu unterscheiden. Wo die Aussagekraft begrenzt ist, sagen wir das offen, statt Erwartungen zu wecken, die sich später nicht einlösen lassen.
Wie man eine Methode auswählt
Die Wahl der passenden Methode beginnt nicht mit dem Verfahren, sondern mit der Ursache. Erst wenn klar ist, ob eine Linie vor allem durch Bewegung, durch Volumenverlust oder durch die Hautbeschaffenheit bedingt ist, lässt sich sinnvoll über Möglichkeiten sprechen. Häufig kommen mehrere Ansätze theoretisch infrage, und nicht immer ist der aufwendigste auch der geeignetste. Ebenso wichtig sind die persönlichen Vorstellungen: Manche wünschen sich eine zurückhaltende Betonung, andere möchten zunächst gar nichts verändern und sich nur informieren. Beides ist für uns ein legitimer Ausgangspunkt. Wir sehen unsere Aufgabe darin, verständlich zu erklären, was welche Methode leisten kann und wo ihre Grenzen liegen, damit Sie in Ruhe abwägen können. Eine seriöse Beratung schließt ausdrücklich die Möglichkeit ein, von einer Behandlung abzuraten. Am Ende soll eine Entscheidung stehen, die zu Ihrer Situation passt und die Sie nachvollziehen können – nicht eine, die von außen an Sie herangetragen wird.
Unser Vorgehen in der Ordination
In unserer Ordination in Graz steht am Anfang immer ein ärztliches Gespräch. Wir hören zu, klären Vorgeschichte und mögliche Gegenanzeigen und betrachten die betreffende Region in Ruhe, bevor überhaupt über eine bestimmte Methode entschieden wird. Erst wenn eine Maßnahme sinnvoll erscheint und alle Fragen geklärt sind, planen wir die nächsten Schritte. Jede Behandlung ist eine wahlärztliche Privatleistung, die wir sorgfältig dokumentieren und begleiten. Uns ist wichtig, dass Sie den Ablauf und die möglichen Nebenwirkungen verstehen, bevor Sie sich entscheiden, und dass Sie sich zu keinem Schritt gedrängt fühlen. Sollten nach einer Behandlung Fragen auftreten, sind wir erreichbar. Dieser begleitete Rahmen unterscheidet eine ärztliche Faltenbehandlung deutlich von Angeboten ohne medizinische Aufsicht. Nicht die Anzahl der Behandlungen ist für uns das Ziel, sondern eine Entscheidung, die zu Ihnen passt und die Sie mit einem guten Gefühl treffen können.
In der Ordination Graz
Diese Leistung bieten wir in unserer Ordination in Graz an: Faltenbehandlung in Graz.
Quellen
- Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie (ÖGDV), oegdv.at
- Österreichische Ärztekammer, aerztekammer.at
- Fallacara A et al., Hyaluronic Acid in the Third Millennium, Polymers, 2018
Häufige Fragen
Gibt es die eine beste Methode gegen Falten?
Nein, die eine passende Methode für alle gibt es nicht. Welcher Ansatz infrage kommt, hängt von der Ursache der Falten und Ihren Vorstellungen ab. Wir ordnen das im Gespräch für Ihren Einzelfall ein.
Sind nicht-operative Verfahren dauerhaft?
Nein. Die meisten Methoden wirken zeitlich begrenzt, sodass eine Auffrischung nötig wäre, um sichtbar zu bleiben. Wie lange ein Effekt anhält, ist individuell verschieden.
Welche Methode hilft bei mimischen Linien?
Bei Linien, die durch Muskelbewegung entstehen, kann eine vorübergehende Entspannung der Muskulatur infrage kommen. Bei Volumenverlust eher eine Unterspritzung. Das klären wir gemeinsam.
Sind Faltenbehandlungen mit Nebenwirkungen verbunden?
Wie jede medizinische Maßnahme können sie Nebenwirkungen haben, etwa vorübergehende Rötungen oder Schwellungen. Wir besprechen mögliche Risiken vorab im Aufklärungsgespräch.
Kann ich mehrere Methoden kombinieren?
In manchen Situationen ergänzen sich Ansätze, in anderen ist ein einzelner sinnvoller. Ob eine Kombination im Einzelfall angebracht ist, besprechen wir ärztlich und ohne Druck.
Muss es immer eine Behandlung sein?
Nein. Manchmal ist die ehrlichste Empfehlung, zunächst nichts zu verändern. Eine Beratung ist ausdrücklich auch ohne anschließende Behandlung möglich.
Wie beginne ich?
Mit einem kostenlosen, unverbindlichen Rückruf. Im Erstgespräch besprechen wir in Ruhe, welche Möglichkeiten für Sie infrage kommen.
Fragen zu Ihrem Weg? Lernen wir uns kennen.
